Turm von Kamenez

Address: Kamenets Tower
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An einem Hügel am einst wasserreichen Lessnoj-Fluss erhöht sich eine majestätische Bau, die sich einem riesigen Turm aus Schachspiel ähnelt. Den Chroniken gemäß wurde der Turm von Kamenez zwischen 1276 und 1288 errichtet. Im Auftrag von Wladimir Wassilkowitsch, dem Prinzen von Galizien-Wolhynien, fand der Baumeister Alexa einen Ort, wo kurz darauf eine Stadt und ein Turm mit dem hölzernen Schloss erschienen. Der Turm von Kamenez gehört zu dem wolhynischen Typ und hat gemeinsame Züge mit Donjon-Türmern, die im 12. und 13. Jahrhundert in Westeuropa erbaut wurden. Es handelt sich um einen fünfstufigen Rundbau (der ca. 30 Meter hoch, 2,5 Meter weit ist sowie einen Außendurchmesser von 13,6 Metern hat), steht auf dem steinernen Fundament, das in der Höhe von 2,3 Metern ist und Durchmesser von 16 Metern hat). Der Turm besteht aus dunkelroten und gelblichen Ziegeln.

A model of ancient Kamenets

Kamenets Tower

Der Turm von Kamenez wurde zu Verteidigungszwecken erbaut, weshalb ihm architektonische und dekorative Elemente fehlen: schmale Schießscharte, 4 platte Nischen mit Halbzirkelbögen. Der Oberplatz wird von 14 rechteckigen Zinnen mit Aussichtslöchern umgeben, ein Zierstreifen ist umlaufend auf besondere Weise ausgelegt. Ähnliche Türmer existierten im Mittelalter in vielen belarussischen Städten: in Brest, Grodno, Mstislawl, Mjadel, Nowogrudok, Polozk, Radoschkowitschy, Turow, Schklow, aber bis heute ist nur der Turm von Kamenez erhalten geblieben. Doch darin besteht seine Einzigartigkeit. Der Kamenezturm überstand die Angriffe des Deutschen Ordens zwischen dem XIV. und XVII. Jahrhundert und Überfälle von polnischen und litauischen Fürsten sowie Kriege zwischen der Republik Polen-Litauen (auch Rzeczpospolita), Schweden und Russland.

A model of the Kamenets Tower as part of the exposition of the museum

A hall at the Kamenets Tower museum dedicated to the armor of the late 13th – early 16th centuries

Zum XIX. Jahrhundert verlor der Turm von Kamenez seine defensive Bedeutung und wurde vernachlässigt. Im Jahr 1822 versuchte man, das Ziegelmauerwerk zu zerlegen, doch verwandelte es sich schon mit der Zeit in Stein. Die Überreste des Erdwalls und des hölzernen Schlosses verschwanden im Jahr 1903 bei seiner Restauration. Nach dem Projekt von dem Architekten Suslow wurde die Bodenschicht abgetragen, und die erste Schicht, die man früher zu einem Keller zählte, erschien wieder obertägig. Um den Turm herum wurde der Ringsteinwall aufgeworfen und mit Stein überzogen. In solchem Zustand ist das Baudenkmal bis heute erhalten geblieben. In den 1950-er Jahren wurde der Kamenezturm zum ersten Mal geweißt und der Boden wurde mit Steinen gepflastert. Weitere Restaurierungsarbeiten wurden in den Jahren 1968 bis 1973 sowie 1996 bis 2003 durchgeführt.

 

The medieval festival near the Kamenets Tower

Founder of the town of Kamenets Prince Vladimir Vasilkovich

Viele Sagen sind mit dem Turm von Kamenez verbunden. Einige davon sind wahrheitstreu und die anderen sind kaum zu glauben. Z. B. in einer Sage handelt es sich, der Steinpfeiler sei das Denkmal einem bekannten Riesen, der den Turm baute. Heutzutage ist der Turm von Kamenez ist ein Geschichts- und Kulturdenkmal und ist unter dem Schutz des Staates. Heute befindet sich im Turm ein Museum - der „Kamenezturm“. Auf dem oberen Platz werden Ansichtsausführungen „Baudenkmäler von Kamenez“ durchgeführt. Der Besuch des Turms ist in viele Ausflugsprogramme mit einbegriffen. Der Turm in Kamenez befand sich auf der Tentativliste des UNESCO-Weltkulturerbes.

The town of Kamenets

Picture depicting the construction of the Kamenets Tower

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