Belarussisches Staatliches Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges

Address: Minsk, Pobediteley prospect, 8
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Heutzutage ist das eines der bedeutendsten Museen der Welt, – neben den äußerst reichen Sammlungen in Moskau, Kiew und New Orleans – die über die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges erzählen. In dieser schrecklichen Zeit hat Belarus jeden dritten Einwohner verloren, etwa 3 Mio. Menschen sind ums Leben gekommen, darunter fast 50 Tausend Partisanen und Untergrundkämpfer. Im Lande funktionierten 250 Vernichtungslager, inklusive das berühmt-berüchtigte Maly Traszjanez, eines der größten Lager nach Auschwitz, Majdanek und Treblinka…

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Die Sammlung des ersten in der Welt Museums des Großen Vaterländischen Krieges wurde erst im Juli 1942 gegründet, als noch niemand die Dauer der blutigen Tragödie vermuten konnte. Zukünftige Exponate wurden gerade von der Front nach der gezielt gegründeten republikanischen Kommission für Erhebung der Dokumenten und Materialien des Vaterländischen Krieges, die in Moskau evakuiert war. Unter den ersten Gegenständen waren Partisanenchroniken, Druck- und Handschriftausgaben, selbst gemachte Waffe.

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Das moderne Gebäude des Museums hinterlässt einen tiefen Eindruck nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seinen Symbolismus, der Marksteine in der Geschichte des Landes der Jahre 1941-1945 widerspiegelt. Die Komposition besteht aus 4 Hauptblöcken – nach der Zahl der Kriegsjahren und der Fronten, die an der Rückeroberung von Belarus teilgenommen haben. Die Hauptfassade sieht wie ein festliches Feuerwerk aus. 11 glänzende "Strahlen" aus rostfreier Stahl symbolisieren den Großen Sieg und erinnern gleichzeitig an 1100 tragische Tage und Nächte der Besatzung der Stadt Minsk.

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Im Museum kann man auf der Fläche von mehr als 3000 Quadratmeter über 8 Tausend Exponate besichtigen, die die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges darstellen. Insgesamt lagern in Beständen etwa 145 Tausend Raritäten, die während der Kriegsaktionen in Osteuropa und Deutschland gesammelt wurden sowie auch von Botschaften verschiedener Länder schon in Friedenszeiten überreicht.

 

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Kriegsraritäten bilden 28 Sammlungen und sind in 10 Sälen thematisch ausgestellt:

  •  „Frieden und Krieg“;
  • „Die Welt im Vorfeld und in den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges“;
  • „Weg des Krieges“;
  • „Beginn des Großen Vaterländischen Krieges. Verteidigungskämpfe in Belarus im Sommer 1941. Kesselschlacht bei Smolensk. Schlacht bei Moskau in den Jahren 1941-1945“;
  • „Radikaler Umbruch im Laufe des Krieges. Sowjetisches Hinterland“;
  • „Nationalsozialistisches Besatzungsregime in Belarus. 1941-1944“;
  • „Partisanenbewegung und antifaschistischer Untergrundkampf in Belarus. Teilnahme der Sowjetbürger an der europäischen Untergrundbewegung in Jahren 1941-1945“;
  • „Rückeroberung von Belarus. Niederlage des faschistischen Deutschlands, seiner Alliierter und des militaristischen Japans“;
  • „Belarus nach der Befreiung. Die Jahre 1944-1950. Gedenken an den Krieg“;
  • „Nachwuchs des Großen Sieges“.

 

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Besonders interessant sind:

  • Sammlung von 27 tausend Dokumenten (Gefechtsmeldungen, Befehle, Rapporte, Tagebücher, Kriegstagebücher, Soldatenbeurteilungen);
  • bis auf heute ist der Brief  des Oberbefehlshabers der 6. Armee der Wehrmacht Generals Friedrich Paulus vom 19. September 1942 erhalten geblieben;
  • Sammlung der Kriegsgrafik (über 3 tausend Aufzeichnungen, Karikaturen und kleine Plakate) und Kriegsmalerei (etwa 500 Aquarell- und Pastellzeichnungen);
  • Traditionsfahnen der Truppeneinheiten, Partisanenabteilungen und Brigaden;
  • Militäruniform und Zivilkleidung aus der Sowjetunion, Deutschland, Italien, den Vereinigten Staaten, der Tschechoslowakei, Frankreich;
  • Effekten der berühmten Belarussen (Marschalle der Sowjetunion Ivan Jakubowskij, Vasilij Sokolovskij, Stepan Krasowskij…);
  • Ausstellung von Waffen und Geräte (Panzer T-34; IS-3, die berühmte Katjuscha-Batterie BM-13, Transportflugzeug Lissunow Li-2);
  • Klein- und Artilleriewaffen.

Die Ausstellungen sind mit Multimedia-Technologien ausgestattet: ein bewegbarer Bildschirm, holographische 3D-Installationen, ein nebelhafter Bildschirm, der die Illusion der Flamme schafft. In den Sälen befinden sich Informationsschirme, wo man militärische Dokumenten durchblättern kann, darunter auch Briefwechsel der Marschalle, deutsche Befehle, Handschriftausgaben und Briefe der Frontkämpfer, die Listen der verbrannten Dörfer sehen, Gefangene der Konzentrationslager… Große Plasmabildschirme stellen Szenen der Filmchronik sowie auch über 40 tausend Fotos aus der Kriegszeit.

 

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