"Sula-Führen": Ein Geschenk aus dem Altertum

Address: Gomel Region, Markovichi village
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Wissen Sie, was "Sula-Führen" ist? Dieser belarussischer Brauch ist im Dorf Markowitschi des Gomelsker Gebiet entstanden. Sula ist ein Speer, ein Werfer. Vielleicht war die Pfeile oder Sula, die in eine Männermenge geworfen wurde, ein Los: Wer davon getroffen wurde, der wurde dem heidnischen Gott der Fruchtbarkeit geopfert. Doch sind es nur Mutmaßungen.

Der Brauch "Sula oder die Pfeile" ist ein magischer Reigen der Frauen, der der Fruchtbarkeit des Feldes und dem Menschenschutz, dem Schutz des Hauses und der Haustiere vor der himmlischen Naturkraft. Die Frauen und die Mädchen nahmen einander an den Armen und gingen durchs Dorf, die ganze Straße wurde voll von Menschen und von jedem Haus schlossen sie immer wieder nuee Teilnehmen dieses Brauchs.

Gerade vor 50 Jahren ist diese Tradition in Markowitschy 1967 wegen der strengen Verbote der Verwaltung und der Kirche abgebrochen und ist nur nach 40 Jahren wieder hergestellt (in den anderen Dörfern ist sie überhaupt für immer verschwunden). Die Kirche verhält sich den volkstümlichen Bräuchen bis heute negativ und nennt sie heidnisch. Das Heidentum ist spurlos verschwunden und hat jedem Volk in unserer Welt die ethnische Kultur verlassen, die sich über die Jahrhunderte hinweg entwickelt hatte

In diesem Jahr ist "Sula" zum 11. Mal veranstaltet worden. Am Brauch nehmen auch ganz kleine Kinder teil! Sie symbolisieren Roggensamen, die dank der Sonnenwärme und der Feuchtigkeit sprossen. Der Himmel schenkt das Leben, aber er ist auch die Gefahrenquelle während des Gewitters. Um dem Unglück im Frühling und im Sommer vorzubeugen und um Pfeilen auf Regen zu richten, veranstaltet man Sula.

Fotos von Alfred MIKUS

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